Schröpfen bei Migräne
Migräne ist eine Erkrankung, bei der es zu anfallsartigen Kopfschmerzattacken
kommt, die meistens von Übelkeit sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet werden. Der
Schmerz ist pulsierend, pochend und meistens sehr stark.
Die Anfälle können wenige Stunden bis zu drei Tagen anhalten. Häufig beginnen die
Schmerzen im Nacken und breiten sich dann über den Hinterkopf und die Schläfenregion
bis zum Gesicht aus. Die Schmerzen sind halbseitig lokalisiert und können während des
Anfalls die Seite wechseln oder sich auf den gesamten Kopf ausbreiten.
Obwohl die Medizin heute bei diesem sehr unangenehmen Migräne-Schmerz Ursachen kennt, ist
es nicht möglich, eine dauerhaft wirkungsvolle Prophylaxe anzubieten. Die Schröpftherapie hat
sich auch hier oft noch bei den schwersten Fällen bewährt.
Bei Migräne lautet das Prinzip beim Schröpfen:
Durch Schmerzreize wird man vom Schmerz fast immer für lange Zeit oder oft völlig für alle Zeiten
geheilt.
Direkt bei einem Migräne - Anfall wird der passende Schröpfkopf (ideal mit Griff) auf die zuvor eingeölte
Nackenregion aufgesaugt, und zwar im Winkel Schultern/Nacken. Ansaugen bis zur Schmerzgrenze und
dann mit einer Hand den Griff des Schröpfkopfes erfassen, kippen, drehen und mit Kraft versuchen,
abzuziehen. Dies sollte über einige Minuten so gehandhabt werden. Dann wird der Schröpfkopf im
Radius versetzt. Über die Nackenpartie, immer von unten nach oben vorgehen. Auch hier, massieren,
ölen, aufsaugen, abnehmen und wiederholen, bis hoch zum Nackenhaaransatz. An der gesamten
Nackenpartie (Mitte, links und rechts) den Vorgang im Abstand von 2 bis 3 Min. immer wiederholen
und wieder ansaugen.
Wichtig: nach ca. 15 bis 20 Min. spürt man, dass der Migräne - Schmerz vom
aufgesaugten Schröpfkopf neutralisiert wird. Den Schröpfvorgang so lange durchführen,
bis der Migräne Anfall vorbei ist. Das kann manchmal eine halbe bis zu einer Stunde dauern.
Die Reize werden im Unterbewusstsein gespeichert und blockieren somit oft für alle Zeiten die
Migräne-Anfälle.

